Samstagmorgen machten wir uns gegen 7:00 auf den Weg Richtung Sokcho, einer Kleinstadt an der Ostküste Koreas mit läppischen 90.000 Einwohnern. Auf dieser Fahrt machte ich auch die ersten Erfahrungen als aktiver Teilnehmer des koreanischen Straßenverkehrs, ohne welche man jedoch mit einer weitaus höheren Lebenserwartung leben kann.
Das Prinzip ist leicht erklärt: Die Größe des eigenen Fahrzeug + des eigenen Egos multipliziert mit der Lautstärke der Hupe = X Wahrscheinlichkeit, Vorrang zu bekommen, wobei X = oftmals grösser als rot leuchtende Ampeln, denn diese werden eher als … „Richtlinien“ betrachtet.Ohne also ständig alle Augen und Ohren auf den Verkehr zu richten kommt man nicht weit. Als ob dies noch nicht anstrengend genug wäre, muss man zusätzlich auch noch den richtigen Weg finden, was sich bei Teils 5 Spuren im Stadtverkehr von Seoul als nicht gerade einfach erweist.
Vermutlich sind sämtliche Verkehrsteilnehmer nicht ganz so undiszipliniert wie z.B. in Bangkok, jedoch kein Vergleich zur europäischen Art von Fortbewegung. Was man hier jedenfalls nicht sieht sind Radfahrer. Das würde dann doch eher einem Selbstmordkommando gleichen. Gegen Mittag kamen wir jedenfalls gesund und mehr oder weniger munter an der Ostküste an.
Auch wenn das Wetter ein wenig bewölkt war, so war es doch wahnsinnig angenehm, am Meer spazieren zu gehen und die frische Luft zu genießen. Unter anderem Stand eine Besichtigung einer buddhistischen Tempelanlage auf dem Programm, welche hier weit verbreitet sind.
Anschließend war es mal wieder Zeit, um eine Kleinigkeit zu Essen und da ich mittlerweile eine Faible fur koreanisches Essen entwickelt habe gabs auch diesmal wieder etwas typisch koreanisches; Meerestiere. Wo sonst bekommt man frischen Fisch, wenn nicht am Meer. Und dieses Mittagessen war wirklich… frisch :-) (folgendes Bild Bitte in Bewegung vorstellen).
Sofern ich das korrekt einschätze handelte es sich um zwei Kalmare und eine Scholle, dazu gabs dann noch sowas (an die Botaniker unter euch, was hab ich gegessen? Sieht irgendwie nach einer Seegurke/Seeschwamm aus):
Danach ging’s zum eigentlichen Ziel, dem Seoraksan National Park. Viel gibt’s grundsätzlich nicht zu erzählen, wir sind viel herumspaziert und haben auch einen kleinen Gipfel (~800m) sozusagen erklommen. Auf jeden Fall wars irrsinnig entspannend, wieder einmal Berge, Grünes und frische Luft zu genießen.
Alles in allem ein sehr erholsames und sehenswertes Wochenende. Nächste Woche starten die ersten Mid-Term Exams, somit werden die nächsten Tage nicht sonderlich ereignisreich werden.
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